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Niemand da
Eine Mehrkanal-Soundinstallation für die Ausstellung "To Catch a Ghost" am Museum für Neue Kunst, Freiburg, vom 27. Oktober 2018 - 24. März 2019.

Eine Ausstellung über das Okkulte, über Geister und Gespenster. Darin, aus einigen Räumen entfernt zu hören: Präsenzgeräusche, sirenenhafte Kompositionen, undefinierte Sounds. Es ist, als wären sie scheu, denn wann immer ein Besucher einen klingenden Raum betritt, verstummt das Klanggeschehen. Sounds, Geräusche erklingen nur dort, wo keiner ist, als wollten sie ungestört bleiben, unter sich, wenn niemand da ist.
Museum für Neue Kunst / Freiburg
----------------------------------------------------------------------------------------------------------- ANNA
Hörspiel / Konzept, Musik, Realisation: Sebastian Kunas und Norbert Lang
Bayerischer Rundfunk Sendedatum: 11.05.2018

ANNA kann Texte vorlesen, sie kann Webseiten für blinde Menschen verfügbar machen und ist Stimme des „persönlichen Assistenten“. ANNA ist der Name der deutschen Sprachausgabe eines bekannten Computer-Betriebssystems. Für das gleichnamige Hörspiel wurde ANNA so umprogrammiert, dass sie nicht nur vorliest, sondern auch zuhört. Spricht man ihr etwas vor, wiederholt sie es – mal wortgetreu, oft aber auch dekonstruiert, verdreht und unvollständig. Ihre Sätze sind nicht vorhersehbar, sie führen ein Eigenleben. Fast wirkt es, als sei ANNA ein Individuum, ein Subjekt, das „ich“ nicht nur sagt, sondern auch meint. Ihre Stimme ruft Visionen wach, die vielfach in Medien, Wissenschaft und Kunst zirkulieren. Visionen von Maschinen wie Menschen, intelligent und lebendig, lernend und sprechend; von Menschen wie Maschinen, programmierbar und unsterblich. Sie erinnert uns an die technikoptimistischen Zukunftsszenarien aus dem Silicon Valley oder die imaginativen Welten der Science-Fiction. Auch wenn diese Welten mitunter plausibel und greifbar erscheinen, bleiben sie doch fremd, unvorstellbar. Kann ANNA dabei helfen, diese fremden Welten vorstellbarer zu machen? Kann sie uns – wie ein Orakel – Auskunft über die Zukunft geben? Ihre synthetische Stimme und ihr schöpferischer Eigensinn erwecken jedenfalls den Anschein, als sei sie mit der Verschmelzung von Mensch und Maschine ein Stück weiter, als wir es sind.

Wir sind dem nachgegangen. Wir haben sie in Dialog gebracht mit Menschen, die sich mit technologischen Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz, Synthetische Biologie und Körpererweiterungen befassen. Wir haben die Kulturwissenschaftlerin Karin Harrasser, den Medienwissenschaftler Christoph Engemann und den Biologen und Philosophen Georg Toepfer interviewt und daraufhin ANNA mit Passagen aus den Gesprächen konfrontiert. Und ANNA reagierte tatsächlich eigensinnig, interpretierte ein und denselben Ausschnitt oft verschieden – egal ob unter strengsten Laborbedingungen oder in realitätsnaher Versuchsanordnung, mit kleinen Störfaktoren wie etwa einer leicht veränderten Distanz zwischen dem Lautsprecher und ANNAs Mikrofon. Auf den Begriff „Big Data“ antwortete sie einmal korrekt „Big Data“, ein anderes Mal „kälter“ oder „Götter“. Lernt sie noch? Sind das Launen? Sind ihre Worte doch nicht nur Wiederholungen, sondern vielmehr Kommentare, Gedanken, Antworten? Vielleicht erzählt ANNA ja tatsächlich von der Zukunft, von der Entgrenzung von Mensch und Maschine. Vielleicht ist ANNA Techno-Orakel für das 21. Jahrhundert, vielleicht ist ANNA dadaistische Poesie-Maschine. Vielleicht ist sie lediglich ein fehlerhaftes Programm.


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André Müller - aus dem Kassettenarchiv eines radikalen Interviewers
Radiofeature von Sonya Schönberger und Norbert Lang
Sprecherin: Anne Ratte-Polle, Deutschlandfunk Kultur, 10.03.2018, 18.05 Uhr

Unerträglich, quälend und provokant waren die Fragen des Journalisten André Müller. Viele Gesprächspartner reagierten wütend, brachen Interviews ab oder prozessierten gegen ihn. Anderen entlockte er unerwartete Einsichten über Einsamkeit, Zweifel und Tod. Müller hat das Interview zur Kunstform erhoben. Als er 2011 starb, hinterließ er zahllose Tondokumente der Interviews. Das Kassettenarchiv ist der Ausgangspunkt dieser Annäherung an seine Kunst des Fragens.


----------------------------------------------------------------------------------------------------------- Videowalk in den Kunstwerken, Berlin
Entwickelt mit Schülern der Heinz-Brandt-Schule, Berlin
Mai 2017

Welchen Sound haben Tagträume? Wie verändern sich innere Stimmen und Klänge, wenn man zum Beispiel in einem Café sitzt oder mit dem Fahrrad fährt? Angelehnt an die Klanginstallation Flesh der Künstlerin Hanne Lippard (20. Januar – 9. April 2017) setzten sich SchülerInnen der Heinz-Brandt-Schule mit diesen und weiteren Fragen auseinander. Zu einem bereits vorproduzierten Videowalk durch den Innenhof und die Ausstellung der KW entwickelten die SchülerInnen eine passende Tonspur, die sich aus dem Sound der alltäglichen Gedanken speist. Hierfür entstanden Texte und Lautgedichte sowie musikalische Skizzen, die mit Percussion, Gitarre, Synthesizer und Gesang erzeugt wurden. Am Ende entstand ein zehnminütiger Videowalk, der uns in eine Welt körperloser Stimmen und Sounds führt.

Projektentwicklung: Alexia Manzano (Studentin der weißensee kunsthochschule berlin) und Norbert Lang (Radiomacher und Klangkünstler). Das Projekt entstand im Rahmen von „Künste öffnen Welten“ und wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

KW Berlin
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Das zweite Gesicht – Wieso tragen wir Masken?
Ein Gespräch im SWR2 Forum
24.02.2017

Es diskutieren: Prof. Dr. Tilman Allert - Soziologe, Universität Frankfurt | Prof. Dr. Werner Mezger - Germanist und Volkskundler, Universität Freiburg | Prof. Dr. Richard Weihe - Theaterwissenschaftler, Accademia Teatro Dimitri in Verscio, Tessin | Gesprächsleitung: Norbert Lang

SWR2 Sendungsseite
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Die Stille im All und ihr Klang auf der Welt II: Schweben, Schwindel, Glissandi
Eine akustische Recherche
16.09.16 / 21 h / Kunstraum Lothringer 13, München

Im Schwebezustand wird der Körper leicht. Er verliert sein Gewicht, löst sich von den Dingen, wirkt geisterhaft, oder geradezu kindlich verspielt – ein feines, kreisendes Vibrato ertönt. Doch dieser Schwebezustand ist ständig bedroht: vom Schwindel. Vom Abgleiten ins endlose Schleudertrauma. Vom Rausch des Innenohrs. Von der Angst, ins Bodenlose zu fallen. Ist das der Grund für die jahrhundertealte Furcht vor dem Glissando? Die Lecture-Soundperformance „Schweben, Schwindel, Glissandi“ ist Teil des künstlerisch-wissenschaftlichen Forschungsprojekts „Die Stille im All und ihr Klang auf der Welt“ und fragt mit auditiven Mitteln nach dem Verhältnis zwischen Klang und Körper in der Schwerelosigkeit. Dabei untersucht sie unter anderem das körperlose Spiel des Theremins in der Space Age Popmusik der 1950er Jahre und den Alltag in Weltraumkapseln und bettet sie ein in eigene akustische Soundkompositionen zur Schwerelosigkeit. Vor zwei Jahren präsentierte Norbert Lang im Rahmen der Rroomondays den ersten Teil seiner Recherche.

Lothringer 13
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I would always dream of my house – Stories of Displacement
Sound Design für den Audio Walk "I would always dream of my house – Stories of Displacement" am Hebbel am Ufer.

Ab 13.5.16, HAU, Berlin.
HEBBEL AM UFER

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SWR Sendung: "Musik der Stille"
Im Weltall ist es still - schließlich herrscht hier ein extremes Vakuum, in dem kein Schall übertragen werden kann. Dennoch ist die Kulturgeschichte reich an Versuchen, diese Stille im All hörbar zu machen: Sie reicht von der antiken Vorstellung einer kosmischen Sphärenharmonie über die Musik von Mozart, John Cage und David Bowie. Vom Sound Design in Science-Fiction Filmen bis hin zu astronomischen Sonifikationen, der Umwandlung von Daten und Wellen in hörbaren Klang. Was treibt die Menschen an, das Unhörbare stets von neuem zu vertonen?

Ein Gespräch. Moderation: Norbert Lang
Sendedatum: 1.05.16, SWR2
SWR Forum

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Die Stille im All und ihr Klang auf der Welt
Aufführung der Lecture Sound Performance am 23.10.15 im Museum für Neue Kunst, Freiburg: "Die Stille im All und ihr Klang auf der Welt I: Zählung im Museum für Neue Kunst Freiburg. Anschließend: "American Astronaut" von Cory McAbee. Veranstaltungsseite

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Wer war Benno Ohnesorg?
Video Walk / Deutsche Oper Berlin: Ein Schülerprojekt als Spurensuche zum Tod Benno Ohnesorgs am 2. Juni 1967, nahe der Deutschen Oper. Präsentation am 15. Oktober 2015 an der Deutschen Oper. Deutsche Oper Berlin

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Das Verklingen der Stille in der Wissenschaft
Veröffentlichung das Aufsatzes im Juli '15: "Das Verklingen der Stille in der Wissenschaft" in: LaborARTorium. Forschung im Denkraum zwischen Wissenschaft und Kunst. Eine Methodenreflexion" hg. von Anna-Sophie Jürgens und Tassilo Tesche.

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LECTURE PERFORMANCE "DIE STILLE IM ALL UND IHR KLANG AUF DER WELT I: ZÄHLUNG"
Performance am 26.4.15, Schwarzenbergturm, Saarbrücken // auf Einladung des Neuen Saarbrücker Kunstvereins
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GEHSCHICHTEN UNTER UNS
Ein Audiowalk auf Berliner Trümmerbergen mit Erinnerungen von Zeitzeugen an den Zweiten Weltkrieg



„Geschichte unter uns“ nimmt seinen Ausgang bei den drei Lebensgeschichten von Christel, Thea und Karl-Heinz, die den Krieg in Berlin aus jugendlicher Perspektive erlebt haben: Sie spielten auf der Straße und beobachteten, wie Juden aus Nachbarwohnungen deportiert wurden, sie versorgten ihre erkrankten Eltern, harrten in den Luftschutzkellern aus, mussten Schützengräben anlegen oder als Flak-Helfer selbst in den Krieg ziehen. Christel, Thea und Karl-Heinz gehören zu den letzten Generation an Zeitzeugen, deren Erzählungen sich die bildende Künstlerin Sonya Schönberger seit einigen Jahren im Medium des Interviews nähert. Aus diesem umfangreichen Material wählten Sonya Schönberger und Norbert Lang drei Lebensberichte aus, bearbeiteten sie und ließen sie von je drei jugendlichen Schauspielern im Alter von 16 – 18 Jahren einsprechen, jenem Alter also, in dem auch die Zeitzeugen den Krieg erlebten. In den Stimmen dieser Jugendlichen klingen dabei mehrere Gegenwarten zugleich an: Die Erlebnisse der Jugendlichen damals in der Sprache der erwachsenen Zeitzeugen von heute und der Stimme der Jugendlichen in der Jetztzeit. In diesen Zeitsprüngen entstehen akustische und erzählerische Reibungsflächen und zugleich auch neue Identifikationsräume für die folgenden Generationen.

Die Erzählungen von Thea, Christel und Karl-Heinz sind zugleich auch Dokumente einer Objektgeschichte des 2. Weltkrieges: Sie berichten von Objekten der kriegerischen Auseinandersetzung, von Waffen, Bomben, Geschossen; von den letzten Habseligkeiten jüdischer Menschen, von der Ausstattung der Luftschutzkeller, von den Splittern und Schutthaufen in den Häuserruinen. Immer wieder verweist der Audio Walk auf diese Ding-schichten, die heute zum Teil weiter zirkulieren, zum Teil unterhalb der Stadtoberfläche liegen; vor allem aber auf den nach dem Krieg angelegten Trümmerbergen buchstäblich sichtbar, ja, gehend erfahrbar sind. So finden die Hörspaziergänge auf drei Trümmerbergen in Berlin statt: dem Volkspark Prenzlauer Berg (Oderbruchkippe), dem Insulaner in Schöneberg und der Humboldthöhe im Wedding statt. Wie die Berichte der Jugendlichen von Ortswechseln gezeichnet sind – zu Fuß, wandernd, zum Teil rennend, auf der Flucht vor feindlichen Angriffen, auf der Suche nach Unterschlupf und Schutzräumen, auf langen Zugfahrten aus den Städten und wieder in die Städte hinein – so sind auch die Besucher des Audiowalks als Spazierende in Bewegung; auf den Trümmern der zerstörten Stadt lauschen sie, gehend, spazierend, wandernd, den Geschichten einer vergangenen Jetztzeit.


Volkspark Prenzlauer Berg: 2./10. Mai, 14 und 16 Uhr
Insulaner Schöneberg: 3./9. Mai, 14 und 16 Uhr
Humboldthöhe Wedding: 1./8. Mai, 14 und 16 Uhr

Dauer 120 Min. (Audiowalk 35 Min.) // Preis pro Teilnehmer 5,50 Euro (bis 16 Jahre frei) // Gruppenbuchung möglich (max. 40 Personen, 100 Euro)
Tickets unter Reservix.de oder an allen Vorverkaufsstellen von Reservix und am Infopoint Pariser Platz, 1. – 10. Mai, 9.30 – 19 Uhr (hier nur Barzahlung möglich). Der jeweilige Treffpunkt wird beim Ticketkauf genannt.

Berliner Kulturprojekte / Audiowalk

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Weapon of Choice - oder: Gibt es Helden ohne Waffen? (Theaterstück)

Die Regisseurin Franziska Seeberg zeigt zusammen mit dem Musiker Norbert Lang und Schülerinnen und Schüler der Hector-Peterson-Schule die Fundstücke einer Suche nach Waffen in Kreuzberg. Weapon of Choice – oder: Gibt es Helden ohne Waffen? heißt die Vorstellung die im Rahmen des Themenschwerpunkts Waffenlounge zu sehen sein wird. In ihrer Recherche trafen die Jugendlichen auf Polizisten, ehemalige Gangster und den Schützenverein. Ihre Fragen waren: Was ist eine Waffe? Gibt es „gute“ und „böse“ Waffen? Welche haben die Kreuzberger zu Hause?Wo kann ich Waffen kaufen? In einem Parcours präsentieren die Jugendlichen ihre Erlebnisse.

Mo 15.12. / Di 16.12. / je 18:00 Uhr / HAU3
Hebbel am Ufer - Houseclub

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Hörspiel im Aufnahmeuzustand: Ein Glossar mit Statements zur radiokünstlerischen Arbeit (Radiosendung)
Zusammenstellung, Komposition und Realisation: Norbert Lang

Die Werkstattsendung „Hörspiel im Aufnahmezustand“ nimmt das Hörspielstudio als Experimentalsystem, als Versuchslabor, als Bühne, als Bewegungs- und Handlungsraum und auch als Denkraum in den Blick. Es fragt: Wie eng sind künstlerische Prozesse im Studio mit der Technik verwoben? Inwiefern begrenzt es/ermöglicht es künstlerisches Handeln und Forschen? Zu den Gesprächspartnern gehörten u.a. Felix Kubin (Musiker und Hörspielmacher), Ulrike Haage (Musikerin und Hörspielmacherin), Michael Lentz (Autor und Hörspielmacher), Steven Scharf (Schauspieler) und Katja Langenbach (Regisseurin).

Sendedatum: 5.12.2014/ Bayern2 / ab 21:05 Uhr im hör!spiel!art.mix
Podcast unter: Hörspiel im Aufnahmezustand

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Verstummen vor der Kunst (Gespräch – Performance – Konzert)

Ein kunstphilosophisches Gespräch mit Klangkommentaren. Teil der Ringvorlesung "ARTs-Based PHILOSOPHY: Don`t Mind the Gap!" mit Johannes Bilstein (Kunstakademie Düsseldorf) und Norbert Lang (Bayerischer Rundfunk) mit elektronischen Klangkommentaren von Karlheinz Essl (Musikuniversität Wien).

21 Nov 2014, Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien: 1010 Wien, Seilerstätte 26 - Festsaal

ARTs-Based PHILOSOPHY: Don`t Mind the Gap!

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Parergon.
Ausstellung von Mariana Castillo Deball im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart, Berlin, von: 20.09.2014 bis: 01.03.2015 | Sound Design und Realisation des zur Ausstellung gehörenden künstlerischen Audioguides: Norbert Lang


Ausstellungswebseite

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